Wissenswertes

Augen auf beim Welpenkauf

Immer wieder werde ich grfragt: Wo bekomme ich gute, gesunde Welpen her?

Zunächst einmal bei offiziell lizensierten Händlern und Zoo-Fachgeschäften. Informieren Sie sich aber auch beim Tierheim Berlin oder in etlichen anderen  Tierheimen des Umlandes (Brandenburg, Cottbus, Potsdam… ). Dort warten viele Tiere sehnsüchtig auf ein neues Zuhause. 

 

 

Aus aktuellem Anlass: Meiden Sie auf jeden Fall Discount-Welpen aus dem Osten

Seit einigen Jahren überschwemmen Hunde und Katzen aus Osteuropa den Berliner Jungtiermarklt. Viele Tiere überleben schon den Transport nicht, andere nur wenige Tage bei ihren neuen Besitzern.

 

Im Internet existiert eine recht bekannte - und aus meiner Sicht berüchtigte - Adresse, auf der angeblich qualifizierte Händler den tierlieben Berlinern günstig junge Tiere – meist Hunde und Katzen – anbieten. Hier kann man sein „Wunschtier“ bestellen… und wenige Tage oder Wochen später wird schon geliefert. In Sammeltransporten werden die Tiere nach Berlin gebracht und über Strohmänner mit offensichtlich gefälschten Papieren verkauft.

Aus der Erfahrung in meiner Praxis sind diese Tiere:

  • Viel zu jung, da sie in der Regel schon mit vier Wochen verkauft werden
  • Nicht geimpft und nicht entwurmt – allein schon, weil sie dafür zu jung sind
  • Unsachgemäß ernährt
  • Krank – bei solchen Katzen diagnostizieren wir regelmäßig Katzenschnupfen und auch Katzenseuche. Hunde leiden meistens unter ernährungsbedingten Durchfällen, Staupe und Parvovirose

Nach Aussagen einiger Betroffener haben polnische Händler in Berlin Wohnungen angemietet, um diese illegalen Geschäfte auf Kosten der Tiere abzuwickeln. Wenn sie auffliegen, wechseln sie einfach den Bezirk und die Quälerei geht weiter. Sie wissen genau, dass dann ein anderer Amtstierarzt zuständig ist, der dann wieder auf Kommissar Zufall angewiesen ist. Wir in unserer Praxis zeigen deshalb jeden Verkauf eines ‚Frühchens‘ bei der Behörde an. So konnten schon einigen Tierquälern wenigstens zeitweise ihr widerliches Handwerk gelegt werden. Eine in Belgien wegen illegalen Tierhandels polizeilich gesuchte Frau wurde 2009 aufgrund einer solchen Anzeige in Steglitz verhaftet.             

Welpen, die nicht verkauft werden können oder nach dem Transport zu schwach sind, werden von den Schieberbanden einfach im Wald ‚entsorgt‘. Das ist für alle Füchse ein gefundenes Fressen, doch ein sehr fatales, denn genau das erklärt die Staupe-Epedemie bei Füchsen in und um Berlin.  

Ein aktueller Beitrag im SPIEGEL greift nun endlich dieses Thema auf. Zitiert wird unter anderen Birgitt Thiesmann von der Tierschutz-Stiftung ‚Vier Pfoten‘: Der Welpenhandel sei ein Millionengeschäft geworden. Es würden viel zu junge Tiere angeboten und jeder Tierfreund müsse das eigentlich sofort erkennen, doch viele Kunden wollten das nicht wahrhaben. Zu süß seien die Welpen, zu verlockend der Preis. Wer da zugreife, werde schnell ein Opfer der osteuropäischen Welpenmafia. Im großen Stil und unter erbarmungswürdigen Zuständen würden Hunde in Polen, Ungarn, Rumänien und der Ukraine für den westeuropäischen Markt produziert. Gefüttert mit Abfall und eingepfercht in schmutzigen Schweineställen müssen die Hündinnen zweimal pro Jahr werfen, bis sie ausgelaugt verenden. Die Welpen würden viel zu früh, oft schon im Alter von vier Wochen, auf den Märkten verramscht. Kein Wunder, dass sie immungeschwächt und meistens verhaltensgestört seien.

Soweit Frau Thiesmann, der ich nur ausdrücklich zustimmen kann.

Meine Tipps für alle erwartungsfrohen Herrchen und Frauchen: Seien Sie auf das Schärfste misstrauisch, wenn Ihnen: 

  • Tiere preisgünstig angeboten werden - gerade auch in der Anonymität des Internet
  • Keine Impfpässe oder sonstigen Papiere ausgehändigt werden
  • Hunde nicht gechippt sind
  • Der vermeintliche Züchter mehrere Hunderassen zur Auswahl anbietet
  • Der Züchter das Muttertier nicht zeigt 
  • Bei Katzen das Muttertier als verstorben ausgegeben wird
Wenn Sie einen Verdacht hegen, bestehen Sie darauf, dass sich der Händler ausweist. Wenn er das nicht macht, kaufen Sie auf gar keinen Fall und informieren Sie mich.

 

 

Borreliose

Die Borreliose ist eine bakterielle Erkrankung bei Hunden, die durch Zeckenbisse übertragen wird. Die Symptome wie Fieber, Gelenk- und Rückenschmerzen jedoch treten erst nach einiger Zeit auf. Trotzdem können sie chronisch werden.

Hinzu kommt das weit verbreitete Missverständnis, dass Hunde, die gegen Borreliose geimpft sind, keine weitere Zeckenprophylaxe mehr benötigen würden. Das ist – gelinde gesagt – fahrlässiger Unsinn, denn Zecken übertragen zwei weitere, sehr gefährliche Krankheiten: die Ehrlichiose und die Babesiose, deren Krankheitsverlauf wesentlich dramatischer ist, ja sogar tödlich enden kann und gegen die es keine Impfung gibt. Deswegen ist eine konsequente Zeckenprophylaxe für alle Hunde zwingend angeraten.

Sie haben noch Fragen? Dann sprechen Sie uns einfach an.

 

Böllerpanik und Schussangst

Von Nikolaus bis Neujahr ist alles andere als eine stille Jahreszeit. Wenn überall Lichter funkeln, die Weihnachtsmärkte locken und aus jedem Geschäft besinnliches Liedgut zirpt, dann sind zumindest die Tiere irritiert. Wenn später dann die Knaller bersten und zum Jahreswechsel die Raketen steigen, dann geraten viele Hunde und Katzen endgültig in Panik: Hunde müssen zum Gassigehen gezwungen werden, Katzen wollen nicht mehr fressen und verstecken sich nur. Darauf sollten Sie vorbereitet sein.

Wenn Sie mit Ihrem Tier draußen sind, und es kracht, zischt oder knallt, dann bleiben Sie bitte ganz cool. Meiden Sie Orte und Uhrzeiten, an denen das Feuerwerk am stärksten ist – in der Silvester-Dämmerung, um Mitternacht und am Neujahrsmorgen. Lassen Sie sich auf keine Fall etwas anmerken und vor allem bemitleiden Sie Ihr Tier nicht auch noch. Denn das lenkt die Konzentration auf den nächsten Böller… Behaupten Sie sich als Rudelführer, dann fühlt Ihr Hund sich bei Ihnen sicher. Lenken Sie Ihr Tier von der Knallerei ab. Genau dann ist beim Hund eine kleine Gehorsamsübung gefragt. Volle Konzentration auf Herrchen oder Frauchen. Und die darauf folgende Belohnung lässt Ihren Hund die Böllerei ganz bestimmt eine Weile völlig vergessen.

Achten Sie jedoch konsequent darauf, dass Ihr Tier niemals direkt mit Feuerwerkskörpern in Berührung kommen kann. Deshalb: knallen Sie niemals im Beisein Ihres Tieres, meiden Sie Menschenansammlungen, und umgehen Sie Knallfrösche so weiträumig wie möglich. Denn die Angst, die Ihr Tier durch unmittelbaren „Beschuss“ durchleiden muss, die vergisst es nie mehr. Dann werden die kommenden Silvester für Sie und Ihr Tier zur Tortur.

Wenn Sie wissen, dass Ihr Tier panisch auf Feuerwerk reagiert, dann kommen Sie bitte rechtzeitig vorher zu uns. Eventuell können wir die Zeit, in der es am schlimmsten ist, mit einem Beruhigungsmittel lindern. Die Schulmedizin bietet Präparate, die Naturheilkunde verfügt über Alternativen.  Sie lindern auch bei Tieren Angstzustände.

Impfempfehlungen

Hund 

HCC, Leptospirose, Parvovirose, Staupe, Tollwut

Grundimmunisierung im Alter von

  8. Lebenswoche: HCC, Leptospirose, Staupe, Parvovirose
12. Lebenswoche: HCC, Leptospirose, Staupe, Parvovirose, Tollwut
16. Lebenswoche: HCC, Parvovirose, Staupe, Tollwut
15. Lebensmonat: HCC, Parvovirose, Staupe, Tollwut, Leptospirose 

Wiederholungsimpfungen

da der Infektionsdruck in Berlin aufgrund der importierten Hunde aus Polen sehr hoch ist, und wir zudem eine Staupeepidemie bei Füchsen haben, empfehle ich eine jährliche Wiederholungsimpfung.

Borreliose-Impfung

Grundimmunisierung

1. Impfung ab 12. Lebenswoche
2. Impfung 3-5 Wochen später
3.Impfung 6 Monate nach Beginn der Grundimmunisierung
4.Impfung 1 Jahr nach Beginn der Grundimmunisierung

Wiederholungsimpfung

1x jährlich

 

Katze

Katzenseuche, Katzenschnupfen, Tollwut

Grundimmunisierung

  8. Lebenswoche: Katzenseuche, Katzenschnupfen
12. Lebenswoche: Katzenseuche, Katzenschnupfen, Tollwut bei Freigängern
 
Wiederholungsimpfung
ich empfehle auch hier wegen des hohen Infektionsdrucks eine jährliche Wiederholung
 
Feline Infektiöse Peritonitis (FIP)
gegen FIP ist ein intranasal, also in die Nase zu applizierender Impfstoff in Deutschland zugelassen.
Das Mindestimpfalter der Katzen beträgt 16 Wochen. Die Tiere erhalten zwei Impfungen im Abstand von 3 Wochen.
Die Dauer des Impfschutzes ist nicht bekannt. Jährliche Wiederholungsimpfungen werden von Hersteller empfohlen
 
Feline Leukämie oder Leukose
das Mindestimpfalter beträgt 8 Wochen. Zwei Injektionen im Abstand von 3-4 Wochen sind erforderlich.
Eine jährliche Wiederholung wird auch hier empfohlen

 

Frettchen
Staupe und Tollwut  

Grundimmunisierung im Alter von

  8. Lebenswoche: Staupe
12. Lebenswoche: Tollwut, Staupe
16. Lebenswoche: Tollwut

Bei Tieren, die an einem Alter von 10 Wochen vorgestellt werden, reicht eine Impfung gegen Staupe aus, um eine belastbare Immunität für die Dauer von 1 Jahr zu erzielen.

Wiederholungsimpfungen

Staupe: 1x jährlich
Tollwut: 1xjährlich bei Freigängern

 

Kaninchen
Myxomatose, RHD=Chinaseuche
Grundimmunisierung im Alter von 4. bis 6. Lebenswoche: Myxomatose, RHD. Vier Wochen später: Myxomatose, RHD
Wiederholungsimpfung Myxomatose: alle 6 Monate; RHD: 1x jährlich

Igelpflege

In Deutschland ist es generell verboten, Tiere der besonders geschützten Arten - und dazu zählt der Igel - aus der Natur zu entnehmen. Igel sind keine Haustiere und dürfen nicht länger als unbedingt nötig in menschlicher Obhut gehalten werden. Igel gehören keinesfalls als Spielzeug in Kinderhand. Sie sind nach dem Naturschutzgesetz ganzjährig streng geschützte Tiere und sollten prinzipiell in Ruhe gelassen werden. Es ist jedoch erlaubt, hilfsbedürftige Igel sachgemäß aufzuziehen oder gesund zu pflegen. Das eindeutige Ziel jeder Igelhilfe muss sein, die Tiere so bald wie möglich wieder gesund in die Freiheit zu entlassen.

Die meisten hilfsbedürftigen Igel, die keine äußeren Verletzungen aufweisen, sind deshalb untergewichtig, weil sie krank oder von Parasiten geschwächt sind. Im Spätherbst sollte man wirklich nur Jungigel aufnehmen, die deutlich unter 500 g wiegen (Spätwurf). Der Zeitbedarf für die tägliche Igelpflege im Winterquartier beläuft sich auf eine halbe Stunde, solange der Igel noch aktiv ist bzw. im Frühling wieder aufgewacht ist sowie eine tägliche Kontrolle, solange er seinen Winterschlaf hält. Die Futterkosten während des Winters betragen pro Igel rund 50 Euro.

 

Wir bitten jeden Tierfreund, uns alle Igel sofort zu uns in die Praxis bringen, die folgende Kriterien erfüllen:

  • Alle verletzten Igel und alle, die sichtbar von Parasiten befallen sind.
  • Alle verwaisten Igelsäuglinge und tagaktive Jungigel unter 200 Gramm.
  • Abgemagerte Igel, die vielleicht irgendwo versehentlich eingeschlossen waren oder aus anderem Grund kein Futter finden konnten.
  • Kranke Igel, die tagsüber herumlaufen, apathisch herumstehen, sich kaum einrollen, unterkühlt sind oder voller Parasiten. Tagaktivität ist bei Igeln immer ein klares Alarmsignal, außer wenn der Igel tagsüber in seinem Versteck gestört wurde und deshalb 'umziehen' muss.
  • Noch im Spätherbst sichtbar untergewichtige Igel unter 500 Gramm. Sie brauchen den Winter über Pflege und Betreuung. Doch bitte beachten Sie, dass Igel bei gutem Futterangebot über 100 Gramm pro Woche zunehmen können. Selbst leichte Tiere ab 300 Gramm können noch im Oktober in Freiheit bleiben, wenn Sie diesen Tieren regelmäßig Futter anbieten.
  • Igel, die nach Wintereinbruch bei Frost und Schnee immer noch herumlaufen.

Kranke Igel sind häufig tagsüber unterwegs, bewegen sich langsam und apathisch. Meist sind sie abgemagert mit eingefallenen Seiten und einer Einbuchtung hinter dem Kopf. Sie haben fast immer matte, schlitzförmige Augen und fühlen sich kalt an. Solche Tiere sind fast immer innerlich und äußerlich mit Parasiten übersäht. Bitte achten Sie deshalb ganz besonders auf Hygiene, nachdem Sie Igel angefasst haben.

Zecken werden mit der Pinzette am Kopf gepackt und ruckartig herausgezogen. Gegen Igelflöhe, Milben und andere Hautparasiten hilft eine spezielle Spray- und Puderbehandlung. Fliegeneier und bereits geschlüpfte Fliegenmaden sind die allergrößte Gefahr. Sie sehen aus wie klumpige Mini-Reiskörner und weiße Würmer und müssen sofort vollständig mit speziellen Pinzetten entfernt werden. Meist finden sie sich an und in Wunden und Körperöffnungen, von wo aus die Maden das Tier bei lebendigem Leibe auffressen, wenn sie nicht gründlich entfernen würden.

Viele Igel sind von Lungenhaar- und Lungenwürmern sowie Darmhaar- und Darmsaugwürmern, aber auch Kokzidien und Bandwürmern befallen. Sie werden meist über die Nahrung, v.a. durch Schnecken aufgenommen. Ein geringer Befall mit Innenparasiten ist bei Wildtieren normal, ein Massenbefall jedoch endet meist töd­lich. Die deutlichsten Anzeichen dafür sind Röcheln, Atemnot, Nasenausfluss, Husten und Durchfall. 

Um solche Tiere zu retten, genügt nicht nur große Tierliebe. Als Tierarztpraxis, die schon seit 25 Jahren verwaiste, kranke und verletzte Tiere aufnimmt und pflegt, haben wir viel Erfahrung im Umgang mit stachligen 'Problemigeln'. Und unsere Igel-Mama Haerta Grunwald kennt alle Tricks, die ehemaligen Patienten gut durch den Winter und sicher ausgewildert zu bekommen. Eine Bitte haben wir jedoch noch: sagen Sie uns genau, wo Sie den Igel gefunden haben. Denn Igel haben ein gutes Ortsgedächtnis und finden sich in ihrer alten Umgebung auch im nächsten Jahr deutlich besser zurecht als in einer neuen. Wir werden den Igel dann genau dort wieder in die Freiheit entlassen.

 

Igel sind weder Raubtiere noch Vegetarier, sondern Insektenfresser. Als Abwechslungsreiche Nahrung können ihm z.B. Hühnerklein (unzerkleinerte Flügel, Hälse, Keulen; gekocht), Hunde- und Katzenfutter (auch Trockenfutter), hart gekochte Eier, Insekten (z.B. Mehlwürmer), Gliedertiere (Asseln, Tausenfüsser), etwas Banane und Apfel, gern auch Avocado, ungeschwefelte Rosinen oder auch Hühnerherz angeboten werden. Niemals Milch! Bei solch einer Ernährung sollte dem Futter täglich eine Messerspitze vitaminisierter Futterkalk oder Schlemmkreide und Spurenelemente beigemengt werden.

Die meisten Igel halten je nach Temperatur (nicht über 6 Grad) ab Spätherbst bis März/April ihren Winterschlaf, zumeist in trockenen Höhlen, unter Laub- und Reisighaufen, unter Holzstössen oder Strohmieten. Daher sollte man niemals Unkraut- oder Reisighaufen verbrennen, ohne vorher nachgesehen zu haben, ob sich nicht ein Igel darin verbirgt.

Wer einem untergewichtigen oder kranken Igel helfen und ihn aufnehmen will, sollte sich bewusst sein, dass er damit die Verpflichtung eingeht, dieses Tier 5 bis 6 Monate lang täglich zu betreuen, zu füttern, ihm eine geeignete Unterkunft zu bieten und es unbedingt im späten Frühjahr wieder in die Freiheit zu entlassen. 

Myxomatose

Der Erreger ist das zu den Poxviren gehörende Myxomavirus. Ursprünglich wurde das Virus auf dem amerikanischen Kontinent isoliert. Pockenviren sind, obwohl behüllt, relativ stabil in der Außenwelt. Es bleibt in ausgetrocknetem Zustand (unbehandelte Kaninchenfelle) noch 220 Tage infektiös.
 
Empfänglichkeit:
Zu den Hauptcharakteristika des Virus gehört seine hohe Wirtsspezifität. Neben Wild- und Hauskaninchen sind die europäischen Hasenarten empfänglich.
 
Übertragung:
Die Übertragung des Errgers kann direkt oder indirekt erfolgen, wobei Insekten die größte Bedeutung haben. Stechmücken, Stechfliegen können das infektionstüchtige Virus noch bis zu 36 Tage nach dem Saugakt weitergeben. Weitere Vektoren sind Flöhe, eine direkte Übertragung erfolgt über
infiziertes Heu.
 
Klinik:
Im Vordergrund der Krankheitserscheinungen stehen nach der 4- bis 10-tägigen Inkubationszeit die bis zu walnußgroßen lokalen, aber auch diffusen Schwellungen im Kopfbereich sowie der Schleimhaut im Anal -bzw. Genitalbereich. Knotige Wucherungen in der Haut und Unterhaut des Rückens, der Ohren, des Skrotums sind weitere deutliche Zeichen.
Es bestehen sehr geringe Heilungsaussichten. Die Sterblichkeitsrate liegt bei ungeimpften Beständen bei ca 90 %.

Parasiten

Parasiten sind Schmarotzer, die ihre Nahrung aus einem anderen Organismus beziehen, wodurch der als Wirt bezeichnete Organismus geschädigt wird, was im schlimmsten Fall auch tödlich enden kann. Parasiten sind also lästige Tiere, die sich in (Endoparasiten) oder auf (Ektoparasiten) Menschen, Tieren oder Pflanzen ansiedeln. Viele Parasiten zeigen zwar ähnliche Symptome, erfordern jedoch völlig unterschiedliche Therapien, was eine eingehende Diagnose erfordert.

Zur Vorbeugung eines Befalls und zur Therapie bei Parasiten gibt es – je nach Fall - spezielle Halsbänder, Tabletten und Tropfen. Parasitäre Würmer können auch über rohes Fleisch in ihren Wirt einwandern, verfüttern Sie also rohes Fleisch, was durchaus nicht zu beanstanden ist, sollten Sie Ihren Hund jedoch prophylaktisch regelmäßig entwurmen lassen.

Planen Sie mit Ihrem Tier eine Fernreise oder verlassen Sie Deutschland für länger, sollten Sie sich entweder im Internet oder bei uns über die gängigen Parasiten in Ihrem Reiseziel-Land informieren. Die passenden Vorsorgemittel gehören dann ebenfalls in Ihre Reiseapotheke.

Bei akutem Verdacht stellen Sie uns Ihr Tier bitte umgehend vor.

Reisen mit Tieren

"Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen", heißt es, und wer mit Tieren unterwegs ist, hat häufig noch viel mehr erlebt. Doch nicht immer läuft alles glatt, viele Reisen sind durchsetzt mit kleinen Katastrophen, vor denen nur eine gute Vorbereitung einigermaßen schützt.
Katzen fühlen sich bekanntermaßen in ihrem vertrauten Revier am wohlsten. Deshalb sollten Sie es sich genau überlegen, ob Sie Ihrer Katze einen Urlaub zumuten wollen. Allemal besser ist es, einen verlässlichen „Katzensitter“ zu engagieren, der nach dem Tier sieht und es täglich füttert, denn dann können Sie Ihre Katze ganz beruhigt zu Hause lassen. Hunde dagegen sind am liebsten bei ihren Besitzern. Deswegen fahren sie sehr gerne mit in den Urlaub und können das Erlebnis genauso genießen wie „ihre“ Menschen. Es ist jedoch wichtig, die Urlaubsreise auch aus Hundesicht zu planen, also Transportmittel und Unterkunft so zu wählen, dass das Tier Sie auch wirklich ungefährdet und ohne Angst begleiten kann.

Reisen mit dem Hund

Die meisten Hunde begleiten ihre Herrchen und Frauchen am liebsten überall hin mit. Vor der Reiseplanung sollten Sie jedoch überlegen ob der Hund am Urlaubsort überhaupt erwünscht ist, so z.B. im Hotel oder in der Ferienwohnung und ob Sie den Hund wirklich zu all Ihren Urlaubsaktivitäten mitnehmen können. Hunde dürfen z.B. nicht in Museen oder Tierparks, sie können nicht tauchen, skifahren und (in der Regel) auch nicht paragliden, surfen oder ballonfahren... Auch ist die Konstitution Ihres Vierbeiners zu berücksichtigen. Hundesenioren und Hunde mit Herz- oder Gelenkproblemen werden einen Wanderurlaub im Gebirge vielleicht nicht so sehr genießen können.

Auf Autofahrten sollte Ihr Hund ausreichend gesichert sein. Beachten Sie außerdem, dass Ihr Hund sicher und bequem liegen kann, ohne sich zwischen Gepäckstücke oder Menschenbeine zwängen zu müssen. Planen Sie alle 2 Stunden eine kurze Pause ein, damit Sie und Ihr Hund sich bewegen können und Ihr Hund trinken kann. Vor und während der Fahrt sollte der Hund jedoch wenn überhaupt nur in kleinen Portionen gefüttert werden. Vorsicht ist auch bei sommerlichen Staus geboten, da kann das Tier schnell überhitzen... und lassen Sie Ihren Hund im Sommer niemals im geparkten Auto zurück, aber das wissen Sie ja selbst am besten! Bei Bus-, Zug- oder Flugreisen erkundigen Sie sich bitte schon bei der Buchung über die Transportbedingungen für Ihr Tier. Die meisten Reiseveranstalter halten entsprechende Transportboxen für Ihren Liebling vor.
Sicher freuen Sie sich schon auf die exotische Küche an Ihrem Urlaubsort. Doch bitte bedenken Sie: Hunde sind keine Menschen... eine Futterumstellung während der Urlaubsreise kann durchaus zusätzlichen Stress für Ihren tierischen Begleiter bedeuten. Nehmen Sie also am besten gewohntes Futter mit. Trockenfutter geht immer und für die Autofahrer machen einige leckeres Döschen das Urlaubsgepäck auch nicht mehr fett... zumal sie ja auf der Rücktour keinen Platz mehr benötigen.

Ein Strand- und Badeurlaub ist für fast alle Hunde ein gefundenes Fressen. Was da so alles am Strand rumliegt, wie es da so gut riecht, und graben kann man da bis zum Abwinken... . Aber denken Sie bitte auch an ein schattiges Plätzchen zum Rasten und Ruhen, denn immer nur „action“ ist auch zu viel. Nehmen Sie genügend Trinkwasser mit zum Strand, für Sie und auch für Ihren Hund. Haarlose, unpigmentierte Körperstellen sollten wie beim Menschen auch sorgfältig mit einer wasserfesten Sonnencreme eingerieben werden. Am Ende jedes Strandtages duschen Sie Ihrem Liebling Salzwasser und Sand am besten mit reinem Wasser aus dem Pelz, um Verklebungen und Hautentzündungen vorzubeugen.

Reisevorbereitungen

Bei Reisen innerhalb der EU sind eine gültige Tollwutimpfung und ein EU-Heimtierpass gefordert, gleichzeitig muss ihr Hund zur eindeutigen Identifizierung einen Chip tragen. Der "alte" gelbe Impfpass reicht hier nicht! In einigen EU-Ländern wie z.B. Schweden oder Großbritannien sind zudem nationale Tierschutzgesetze zu beachten, die beispielsweise einen Tollwut-Antikörper-Test und/oder eine aktuelle im Impfpass vom Tierarzt eingetragene Entwurmung auf Bandwürmer vorschreiben. In manchen Ländern ist auch das Einführen bestimmter Hunderassen nicht erlaubt. Außerhalb der EU gibt es ja nach Land die unterschiedlichsten Bestimmungen, über die Sie sich am besten im Konsulat des Ziellandes erkundigen. Auch viele Websites der Konsulate enthalten bereits die wichtigsten Hinweise für die Einreise von Tieren.

Selbstverständlich chippen wir Ihren Hund, falls das noch nicht geschehen ist und Sie bekommen bei uns auch alle notwendigen Impfungen, Zertifikate und Papiere für Ihre Urlaubsreise mit Tier.

Reisen mit der Katze

Grundsätzlich gelten für Katzen die gleichen Bestimmungen wie für Hunde. Auch sie müssen gechippt sein und brauchen bei Auslandsreisen einen EU-Heimtierpass und eine gültige Tollwutimpfung. Auf Reisen sollten Katzen aber nur dann gehen, wenn sie an längere Autofahrten gewöhnt sind und ein längerer Aufenthalt geplant ist. Für Auslandsreisen gelten unterschiedliche Bestimmungen und wenn Sie eine Wohnungskatze mitnehmen, sind einige Impfungen notwendig. Wir beraten Sie gern, auch über mögliche Katzenkrankheiten im Land Ihrer Träume. Wenn Sie Ihre Wohnungskatze mitnehmen und sie vor Ort auch ins Freie lassen sollen, sind einige Impfungen notwendig.

Sie suchen einen Tierarzt am Urlaubsort?

 

Toxoplasmose

Die Toxoplasmose ist eine Erkrankung, die vom Tier auf den Menschen übertragbar ist und umgekehrt vom Menschen auf das Tier. Der Fachbegriff dafür heißt Zoonose.

Obwohl rund die Hälfte aller Menschen in Deutschland schon einmal infiziert waren, bemerkt das kaum jemand, denn bei gesunden Menschen bricht die Krankheit nicht aus. Menschen können sich über zwei Wege infizieren: rohes Schweinefleisch und Katzenkot. Rohes Fleisch die eine häufige Infektionsursache. Achten Sie beim Verarbeiten von Fleisch auf strikte Hygiene. Allerdings kann Toxoplasmose während einer Schwangerschaft problematisch werden; allerdings nur, wenn die Schwangere zuvor noch keine Infektion hatte. Nur dann ist eine Toxoplasmose-Infektion für das ungeborene Leben gefährlich. Aus diesem Grund sollten sich Frauen mit Kinderwunsch sowie werdende Mütter direkt nach dem Schwangerschaftsbeginn vom Arzt untersuchen lassen. Und auch die Katzen im Haushalt einer Schwangeren sollten mit Bekanntwerden einer Schwangerschaft auf Toxoplasmose untersucht werden. Zur Vorbeugung sollten schwangere Frauen keine Katzentoiletten reinigen und Toxoplasmose-freie Schwangere sollten vorsichtshalber den Kontakt mit fremden Katzen meiden. Mit einer Blutuntersuchung kann sicher festgestellt werden, ob bereits eine Infektion vorlag.

 

Wir beantworten gern all Ihre Fragen zu diesem Thema.

 

Wohnungskatzen

Reine Wohnungskatzen leben meist deutlich länger als Freigänger, die weit mehr Gefahren zu bestehen haben als die Stubentiger. Aber auch in der Wohnung lauern Gefahren, die nicht unterschätzt werden sollten.

Die Hauptgefahr stellen hierbei Vergiftungen dar. Vergiftungen bei Wohnungskatzen können vielfältige Ursachen haben. Ob Zimmerpflanzen, Blumendünger oder Medikamente... alles kommt in Frage. Deshalb ist es sehr wichtig, dass Putz- und Körperpflegemittel, die Hausapotheke sowie Farben und Klebstoffe immer tiersicher verstaut sind. Das gilt auch für Rückstände, wie sie in Haushalt immer wieder anfallen. Viele Katzen schlecken Wasser gerne aus großen Becken, Reste aus in der Bade- oder Duschwanne, dem Spül- oder Waschbecken können da schon für eine kleine Vergiftung ausreichen. Aber auch herumliegende Medikamente können ihrer Katze gefährlich werden.

Giftige Zimmerpflanzen sind ein weiteres großes Risiko, da aber auch Pflanzen zu einem schönen Heim gehören, sollten Katzenhalter sich zumindest darüber im Klaren sein, welche Pflanzen sie in der Wohnung haben und ob diese eventuell für Katzen giftig sein könnten. Hier helfen Beratungs-Websites wie z.B. www.giftpflanzen.de sehr gut weiter.

Aber auch Plastikgegenstände wie z.B. Oropax oder Bonbonpapier, Bastel-, Deko- und Kleinteile, die in jedem Haushalt vorkommen, bilden einen großen Gefahrenherd. Denn die gewöhnlich sehr neugierigen Samtpfoten spielen mit allem, was ihnen unter dieselben kommt. Wenn solche Gegenstände verschluckt werden, kann ein dadurch hervorgerufener Darmverschluss lebensbedrohlich sein.

Bekanntlich lieben Katzen Wärme und Ausblick, weshalb Fensterbretter, Balkone und die Ofenbank sie magisch anziehen. Die Lieblingsplätze Ihrer Katze müssen auf jeden Fall katzensicher sein. Hier sollten weder Kleinteile liegen noch giftige Pflanzen stehen. Auch keine breiten Übertöpfe, in denen sich das Gießwasser für die Katze erreichbar sammeln könnte. Auch auf üppige Düngung, z.B. mit Langzeit-Stäbchen sollten Sie verzichten. Wie leicht ist so ein Düngerkonzentrat ausgegraben, abgeleckt oder im schlimmsten Fall sogar verschluckt. Gekippte Fenster stellen übrigens auch eine häufige Katzenfalle dar. Sie bleiben beim Versuch, dort hindurch zu schlüpfen, zwischen Rahmen und Fenster hängen und quetschen sich durch ihre Befreiungsversuche immer stärker ein. Hier hilft ebenso wie beim Balkon ein gut gespanntes Schutznetz.

Würmer / Entwurmen

Welches Tier hat schon gerne Würmer? Außer Vögeln und Fischen wohl kaum eines. Und doch kommt es recht häufig vor, dass Haustiere von Würmern befallen werden. Übertragen werden sie meist durch infizierte Mäuse und Flöhe. Davon hängt auch sehr stark die Art der Behandlung ab und wie oft Ihr Haustier entwurmt werden sollte. Die typischen Symptome von Wurmbefall sind Erbrechen, Durchfall, Fressunlust, Abmagerung, Juckreiz am After und der typisch  aufgeblähte Wurmbauch. Ein starker Bandwurmbefall, der unbehandelt bleibt, kann durchaus auch tödlich enden. Ausgeschiedene oder ausgewanderte Würmer – die in etwas wie Reiskörner aussehen - finden sich bei stärkerem Befall häufig am Schlafplatz des Tieres oder im Fell rund um den After.

Wenn Sie den Eindruck haben, dass Ihr Tier unter Wurmbefall leiden könnte, dann kommen Sie bitte schnellstmöglich zu uns in die Praxis, denn vor dem Entwurmen ist die genaue Bestimmung der vorliegenden Wurmspezies entscheidend, da nur dann ist eine gezielte Behandlung möglich ist. Mittlerweile sind genügend geeignete Präparate auf dem Markt, die  Wurmbefall wirkungsvoll bekämpfen.

Generell empfehlen wir, Hunde mindestens zweimal jährlich entwurmen zu lassen. Bei flohfreien Wohnungskatzen, die nur Fertigfutter erhalten, reicht eine Wurmkur im Jahr völlig aus, während Freigänger im Prinzip jedes Vierteljahr behandelt werden sollten.

Zeckenalarm

Zecken beißen sich an ihrem Wirt fest, um das Blut zu trinken. Dabei entsteht eine Wunde, die durch im Speichel enthaltene Wirkstoffe offen gehalten wird, so dass Krankheitserreger in den Körper des Wirtes eindringen können. Deshalb sollten Zecken immer sofort entfernt werden. Dafür stehen spezielle Zecken-Zangen und Zecken-Haken zur Verfügung. Ziehen Sie die Zecke mit einer leichten Drehbewegung aus der Haut. Dann kontrollieren Sie bitte genau, ob auch der Kopf mit herausgekommen ist. Auf keinen Fall sollte Sie die Zecke mit Flüssigkeiten betropfen, wie es gelegentlich empfohlen wird. Denn dann produziert die Zecke noch mehr Speichel und die Bakterien können noch leichter in die Wunde eindringen. Sollten Sie sich unsicher fühlen, lassen Sie sich die Entfernung einer Zecke gerne von uns zeigen.

Diese Krankheiten können von Zecken übertragen werden:

Borreliose: Die Borelliose ist eine chronische Infektionskrankheit die von Borrelia burgdorferi ausgelöst wird. Als Symptome einer Borrelieninfektion unserer Haussäugetiere stehen vor allem verminderter Appetit, Fieber, Müdigkeit, Lahmheiten, Bewegungsunlust, Schwellungen der Gelenke, bis hin zu neurologischen Ausfallerscheinungen im Vordergrund.

Babesiose: Babesien sind weitläufig mit der Malaria verwandte Blutparasiten, welche in die roten Blutkörperchen eindringen und sich dort vermehren. Bei einer Erkrankung zeigen die Tiere Fiber, Appetitlosigkeit und Müdigkeit.

Ehrlichiose: Ehrlichien sind ebenfalls, wie Babesien, Blutparasiten, befallen jedoch die Monozyten des Blutes. Erkrankte Tiere leiden an Fressunlust, Fieber, Lymphknotenschwellungen, magern ab und zeigen eine deutliche Blutungsneigung.

Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME): Bei der FSME handelt es sich um eine Virusinfektion mit einem Flavivirus, welches sich in den Speicheldrüsen des Gemeinen Holzbockes (Ixodes ricinus) befindet. Das klinische Bild einer FSME-Infektion äußert sich in Mattigkeit, Fressunlust, Schreckhaftigkeit und neurologischen Ausfällen.

Da man in der Zeckensaison von März bis Oktober auf Spaziergänge schlecht verzichten kann, sollten Sie beim Heimkommen Ihren Hund nach herumkrabbelnden Parasiten absuchen und diese möglichst noch vor dem Festbeißen entfernen. Eine bereits festgebissene Zecke sollte schnellstmöglich fachgerecht entfernt werden. Das ist sehr viel seltener erforderlich, wenn Ihr Hund einen guten Zeckenschutz hat. Für kürzere Zeit wirken äußerlich anzuwendende Präparate ganz ordentlich. Längerfristig empfehlen wir spezielle Zecken-Halsbänder, die durchgehend getragen die gesamte Zeckensaison hindurch schützen. Alles andere, was auf dem Markt angeboten wird, wie z.B. ätherischen Öle oder Knoblauchpräparate ist weitestgehend unwirksam und können das Tier sogar nachhaltig schädigen.

Siehe auch den Artikel auf dieser Seite links.

Ziegengrippe

Ziegengrippe eigentlich Q-Fieber (Queensland-Fieber, Query-Fieber, Schlachthof-Fieber, Balkan-Grippe, Krim-Fieber, Kreta-Pneumonie, Rätselfieber) 

Ursache:

  • Der Erreger des Q-Fiebers ist Coxiella (C) burnetii, aus der Gruppe der Rickettsien. 
  • Es ist eine klassische Zoonose, eine weit verbreitete Rickettsiose.
  • Die Infektionen verlaufen häufig unauffällig, können aber auch zu sporadischen Erkrankungsfällen und zu einer Epidemie führen.
  • So erkrankten 1964 innerhalb kurzer Zeit 370 Menschen in München (Tierärztliche Fakultät) 1979 in Italien etwa 20 000 Personen.

Vorkommen:

  • C.burnetii ist weltweit verbreitet und hat ein sehr breites Wirtsspektrum.
  • Das Q-Fieber befällt insbesondere Rind, Schaf und Ziege, aber auch andere Tierarten, wie Pferd, Esel, Hund, Katze, Maus, Ratte, Kaninchen, Meerschweinchen, Goldhamster, Geflügel (Hühner, Enten, Tauben, Gans, Pute), Wildvögel, Wild und auch den Menschen.

Übertragung:
Ansteckungsquelle für den Menschen: 

  • am häufigsten über Schaf, Ziege, Rind aber auch Hund, Katze, Jagdtiere.
  • Speichel, Kot, Urin, Milch, Fruchtwasser, Lochien sowie Zeckenkot enthalten teils große Mengen des Erregers.
  • Übertragung auch durch verseuchte Vektoren (größere Entfernungen nicht ausgeschlossen): Kleidung, Staub, Wolle, tierische Produkte, Futter, Streu...
  • Ansteckung von Mensch zu Mensch ist möglich, aber eher die Ausnahme.
  • Ansteckungswege: in erster Linie über die Atemwege als Staub- oder Tröpfcheninfektion (Einatmen von erregerhaltigem Staub oder sonstigem Material bei der Geburtshife, bei Schlachtungen, bei der Handhabung von infizierten Jagdtieren...)
  • Relativ seltener gilt als Infektionspforte der Verdauungsweg durch Genuß kontaminierter Rohmilch.
  • Nur sehr selten erfolgt eine direkte Übertragung auf den Menschen durch Zeckenbiß.

Zecken, die lebenslang infiziert bleiben und in denen sich der Errger besonders gut vermehrt und auch transovariell auf die Nachkommenschaft übertragen wird, bilden mit Nagetieren und Wild Naturherde. Zeckenkot kann große Mengen des Erregers enthalten, der jahrelang vermehrungsfähig ist...

Eine Impfung gibt es nicht.
Die Prophylaxe ist nur über die Hygiene möglich.
In der Bundesrepublik Deutschland ist diese Tierkrankheit meldepflichtig.

Sie haben eine Frage? Dann fragen sie uns doch einfach sofort!

Datum 20.02.2010
Autor Birgit
Betreff Hund

Wo bekomme ich einen her?

Datum 31.03.2010
Autor Steffi
Betreff Antw.:Hund

Aus Tierheimen, Züchtern oder Bekannten, die einen abzugeben haben.

Datum 06.06.2010
Autor Dr. Renate Lorenz
Betreff Antw.:Hund

Birgit, Steffi hat Recht. Lies dazu bitte auch meinen Beitrag "Augen auf beim Welpenkauf".

Kontakt

Tierarztpraxis Dr. Renate Lorenz

dr.renate.lorenz@arcor.de

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Zeckenalarm

„Keine Angst! Wir schlachten dich nicht. Das kommt erst später“, gurrt Renate Lorenz dem etwas nervösen Riesenschnauzer Joker schelmisch ins Ohr. Dann teilt sie sein Herrchen zum Festhalten ein, während Susi Jokers Kopf greift. Ein bisschen versteckt sitzt der kleine Vampir in Jokers Achsel und labt sich am Blut, das ihn inzwischen schon prall und rund gemacht hat. „Dich kriegen wir..“ verspricht die Chefin und zieht das aufgeblasene Monster mit geübtem, sicherem Griff aus Jokers Fell. „Na, siehst du wohl, mein Guter! Alles schon vorbei und du hast wieder deine verdiente Ruhe.

Katze Bella, die nach dem Riesenschnauzer Joker hereingebeten wird, hat es auch erwischt. Sie bekommt im Anschluss an die Entfernung des elenden Saugers zur Sicherheit noch ein neues Zeckenhalsband angelegt. Ist ja gerade jetzt eine meiner Lieblingsbeschäftigungen.“ Denn Joker, der nun auch noch die längst geplante Zeckenschutzimpfung bekommt, ist nicht der erste Fall an diesem Tag. Anscheinend ist die Saison für das beißende Getier gut angelaufen. Man könnte auch sagen: Es herrscht akuter Zeckenalarm in den Wiesen, Wäldern, Gärten und Grünanlagen in und um Berlin...

 

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Dann fragen Sie uns... wir machen das gern!

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