Felix, das Winterlamm

Felix hat sich den denkbar ungünstigsten Zeitpunkt ausgesucht, um auf die Welt zu kommen, denn er wurde in der kältesten Nacht des neuen Jahres bei 21 Grad Minus bei einem Bauern in Brandenburg geboren. Eigentlich kommen im Januar keine Lämmer zur Welt, aber Felix wollte raus... raus in die Kälte, aber das wußte er sicher nicht.


Felix in unserer Praxis und mit Streicheleinheiten im Wartezimmer!

Obwohl Schafe durchaus auch bei niedrigen Temperaturen überleben können, hatte Felix eigentlich keine Chance. Kaum aus dem Mutterleib heraus begann der kleine, noch nasse Kerl, langsam aber sicher einzufrieren. Da konnte seine Mutter ihn trockenlecken, wie sie wollte. Irgendwann in der Nacht hat sie dann wohl aufgegeben. Felix jedenfalls wurde am morgen mit schweren Erfrierungen am Mäulchen, an beiden Ohren und drei Beinen vom Bauern gefunden. Er brachte das Tier daraufhin sofort auf den Ponyhof "Flotte Hufe" in Marienfelde, denn er wußte, dass dort schon oft junge Tiere gesund gepflegt wurden.

erfrorene Füße und Nase, aber ganz viel Liebe im Herzen...

Da unsere Praxis mit diesen Ponyclub seit Jahren erfolgreich kooperiert, kam die dortige "Tier-Intensivschwester" Gitty Gavron mit Felix, der seinen Namen dem Glück zu verdanken hat, dass er seine erste Nacht überlebte, natürlich sofort in die Praxis. Hier wurden die Frostbeulen versorgt und hier ist Felix nun regelmäßig in Behandlung. Er lebt aber ansonsten bei seiner Pflegemama, die ihn mit der Flasche groß ziehen wird. Später wird der kleine Schafbock dann sicher eine ganz große Attraktion auf dem Ponyhof.

Mittlerweile hat unser Felix ein "Schwesterchen" bekommen, denn nun ist auch noch Winterlämmchen Flocke auf der Welt. Leider ist Flocke nicht ganz gesund, denrn sie hat einen sogenannten "Wolfsrachen", also einen nicht zusammen gewachsenen Oberkiefer. Das ist weit komplizierter als eine Hasenscharte, denn Nasenraum und Rachen sind nicht getrennt. Wenn Flocke also aus ihrem Fläschchen trinkt, dann läuft die Milch direkt aus der Nase wieder heraus. Irgendwann sehr bald werden wir das Flöckchen operieren müssen.

Leider hat es Flocke nicht geschafft. Ihre Erfrierungen waren so stark, dass ihr linkes Hinterbein nicht zu retten war. Daher hat sich das Praxisteam schweren Herzens entschlossen, das Tier von seinen Qualen zu erlösen. Mittlerweile ist die Herde der zu früh geborenen Lämmer jedoch trotzdem angewachsen. Nun haben wir zusammen mit den Freunden vom Ponyhof vier Tiere in Pflege. Zwei weiße und zwei pechschwarze Lämmchen.

 
Unsere Lämmerherde in der Praxis: Anton, Pünktchen, Fussel und Felix!

 

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