Frederieke & Asti

Abgegeben am Mittwoch, den 6. Januar 2010: Frederieke dürfe es eigentlich gar nicht geben, denn normalerweise brüten Tauben im tiefsten Winter nicht. Und eigentlich müßte Frederieke, die in der Tat bei Eis und Schnee auf die Welt gekommen ist, "Daisy" heißen, denn sie wurde am sechsten Januar, kurz vor dem gleichnamigen Schneesturmtief bei uns abgegeben. Sie hätte das Winter-Wochenende sicher nicht überlebt.

Das etwa 10 Tage alte Taubenküken war nach erster medizinischer Begutachtung gesund und altersgerecht entwickelt. Frederieke, wie wir sie tauften, bekam ihren Platz in einem Korb auf dem Praxis-Schreibtisch. "Da haben wir sie jederzeit im Blick und sie kann sich sofort an uns gewöhnen", erklärt Dr. Lorenz. Sie wurde zunächst von uns per Hand gefüttert und nahm das Futter - Maiskörner und Eiweißstückchen - auch sofort gerne an. In bester Jungtaubenmanier rief sie nach Futter und schlug mit den noch spärlich befederten Flügelchen, wann immer jemand in ihre Nähe kam.

Doch dann passierte das auch in unserer Praxis noch nie dagewesene: Eine unserer angeschossenen Brieftauben, die wegen zu vieler Bleikörner in ihren Körpern nicht mehr freigelassen werden können, hörte das Jungtier rufen und das weckte Muttergefühle in ihr. Sie kam näher und näher, schaute sich das Taubenkind interessiert an und nach nur zwei Tagen hatte Frederieke eine Adoptivmutter, die unser kleines Täubchen fürsorglich füttert.

Mittlerweile, wir schreiben den 29.01.2010, ist Frederieke Dank der Fürsorge ihrer Pflegeeltern zu einer hübschen Jungtaube herangewachsen. Sie frisst längst alleine und übt auch kräftig das Fliegen. Ihr erster Flug kam für uns trotzdem so überraschend, dass wir ihn mit der Kamera nur sehr unvollständig einfangen konnten. Seitdem sie die ersten Luftmeter alleine überwinden kann, hat sie einen großen Teddy, der oben auf dem Praxisregal thront, als Ausguck, Hochsitz und Schlafplatz erkoren. Vorbei sind die Tage in einem kleinen Fach des Schreibtischregales. Das alles sehen Sie in der BILDERGALERIE links auf dieser Seite.

Verpasster Abflug, wackelige Landung, verdientes Nickerchen.

Ihre Adoptiveltern füttern sie seit kurzem nicht mehr, denn sie haben offensichtlich durch Frederieke Spaß am eigenen Nachwuchs bekommen. Nun brüten sie eifrig auf ihrem ersten Ei. 

 

Das Taubenkind Asti kam am 20. März 2011 zu uns. Wir tauften sie 'Asti', weil Frau Doktor das Küken unbedingt mit einer Sektflasche dieser Marke taufen wollte. Die Mitarbeiter jedoch haben dieses Ansinnen rigoros verhindert, denn das hätte die Taube eventuell etwas stärker aus der Bahn werfen können.

Asti wird natürlich bei uns mit dem richtigen Futter und frischem Wasser groß gezogen, um in einigen Wochen dann in unsere Volière umzuziehen, wenn sie sich dann auch dort gut gemacht hat, darf sie in die Freiheit fliegen.

Kontakt

Tierarztpraxis Dr. Renate Lorenz

praxis@tier-arzt.berlin

Oberhofer Weg 68
12209 Berlin - Lichterfelde
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