Warum dieser Spatz keine Angst vor Katzen hat - BERLINER KURIER

29.09.2009 01:19

Die Tier-Mama von Lichterfelde

In der wilden WG von Renate Lorenz sind über 40 Tiere ein Herz und eine Seele

Angst vor Katzen kennt Pieps nicht. Frech hüpft der kleine Spatz auf den Rücken von Kater Suri, zupft ihm Haare für ein kuscheliges Nest aus. Suri lässt es geschehen. In Berlins tierischster WG tut einfach kein Tier dem anderen etwas zuleide. Den Verdienst daran trägt Berlins Dr. Dolittle, Renate Lorenz.

Rund 40 Tiere leben bei der Tierärztin im Oberhofer Weg: Katzen, Hunde, Hühner, Kaninchen, Frettchen, Eichhörnchen, Fische und diverse Vögel, wie Frech-Spatz Pieps. Der kleine Kerl kam im Spätsommer 2009 zu Renate Lorenz (59), nachdem eine Katzenbesitzerin das nur wenige Stunden alte Vogelbaby aus den Krallen ihres Minitigers befreit hatte. "Damals konnten wir noch nicht erkennen, was aus dem Vogelkind mal wird", erinnert sich Lorenz. "Alles was es uns sagen konnte, war ein leises, klägliches Pieps. Damit hatte er seinen Namen." Pieps bekam einen kleinen Käfig mit Nest am Fenster in der Küche. Alle halbe Stunde gab ihm Lorenz Vogelbabyfutter aus Magerquark und Schabefleisch.

Die Liebe zu den Tieren spürte Lorenz schon früh. "Mit drei Jahren war ich öfter im Stall als in der Wohnstube", erzählt die im thüringischen Altenburg aufgewachsene Veterinärin. Sie studierte Tiermedizin an der FU, arbeitete dort auch in der Forschung. 1985 opferte sie ihre Karriere aus Liebe zu den Tieren. Sie deckte illegale Versuche an Affen im Institut auf. "Danach wurde ich abgeschoben", erzählt sie. Eine neue Anstellung fand die mutige Frau nicht. Sie machte sich selbstständig, verschrieb sich ganz dem Wohl der Tiere.Neben ihrer Arbeit päppelt sie verletzte Wildtiere auf, bis diese zurück in die Freiheit können. "Nur wer dort nicht überleben würde, darf bleiben", erzählt Lorenz. So wie Pieps. Der kleine Spatz, der am Liebsten mit den Samtpfoten im Hause Lorenz spielt. "Für jede andere Katze wäre er ein gefundenes Fressen", sagt Lorenz. Seit gut einem Jahr lebt Pieps deshalb offiziell im Oberhofer Weg: als Fellpfleger der Papiertiger.

Quelle:
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