
Unser Chirung Dr. Willi Haas operiert meist Mittwochs von 9 bis 12 oder auf Termin. Für die Narkosen ist Dr. Renate Lorenz verantwortlich. Für komplizierte Fälle arbeiten wir mit einer Tierchirurgischen Spezialklinik in Spandau zusammen.
Auf dieser Seite geben wir Ihnen einen kleinen Einblick hinter die Kulissen einer Tieraztpraxis und auf dessen OP-Tisch. Zugegeben: Schön sind die Bilder nicht... aber sie sind tagtägliche Realität und gehören deshalb auch dazu.
Am 16. September wurde Kater Suri von Tierchirurg Dr. Martin Köhle in Spandau, mit dem wir schon seit Jahren zusammen arbeiten, in einer 5-stündigen, sehr komplizierten Operation an beiden gerochenen Vorderpfoten operiert. Am Oberarmknochen (Humerus) waren die Oberarmrollen abgebrochen, die für ein funktionierendes Ellbogengelenk notwendig sind. Mit Zugschrauben und Dräten wurden sie fixiert und zusätzlich mit einem Fixateur externe stabilisiert.
Damit wurden ihm 4 Wochen 'Käfigruhe' verordnet.

Am Dienstag, 10. August, wurden die Fixateure dann in einer zweiten OP unter Narkose wieder entfernt. Danach muss Suri neu laufen lernen.
Wer sowas macht, der weiss nicht, was er anrichtet. Heute haben wir einen gesunden, kräftigen Kater operiert, der in der Neujahrsnacht von einem unbekannten angeschossen wurde. Das Diabologeschoss - eine Luftgewehr-Kugel - steckte genau an seinem rechten Kniegelenk.
Das Projektil steckt unmittelbar am rechten Kniegelenk des Katers
Um 23 Uhr am ersten Januar 2010, so berichtete das Herrchen, kam sein Kater lahmend nach Hause und schrie jämmerlich. Dem immer ruhigen und friedlichen Tier mußte Schreckliches wiederfahren sein, denn selbst streicheln lassen wollte er sich nicht, geschweige denn hoch nehmen auf den Schoß. Wir haben dann festgestellt, dass jemand auf ihn geschossen haben muss und ihn heute operiert.
Das Tier wurde narkotisiert, rasiert und aufgeschnitten.
Dr. Haas hat versucht, das Projektil herauszuholen. Dann wurde die Wunde desinfiziert, vernäht und mit einem Sprühverband abgedeckt.
Das ganze dauerte über 90 Minuten. Unser Chirurg Dr. Haas stellte dann fest, dass das Diabolo-Projektil so tief im Kniegegelenk steckte, dass er, um es heraus zu holen, das ganze Gelenk auseinander nehmen müßte und damit wahrscheinlich mehr kaputt machen würde, als zumutbar. Damit wurde die OP abgebrochen und der Kater muss mit dem Bleigeschoss in seinem Knie weiterleben... ein halbes Katerleben lang. Und das wahrscheinlich nur, weil jemand zu Sylvester endlich mal sein Gewehr ungefährdet abfeuern wollte.
Dr. Haas mußte das Ergebnis dann dem besorgten Herrchen mitteilen, der sichtlich geschockt war. Aber Katzenhasser hat er nicht in Verdacht, denn in seiner Nachbarschaft haben viele Katzen und er auch schon seit über 30 Jahren. Nie habe es da ein Problem geben.
Wir wollen das Thema nicht unkommentiert lassen, auch wenn das bestimmt keine schönen Bilder sind... aber hoffentlich eine Mahnung an alle, die meinen, sowas sei Spass. Wir und der angeschossene Kater wissen: das ist Tierquälerei und ein Verbrechen an der Natur!
Tierarztpraxis Dr. Renate Lorenz
Oberhofer Weg 68
Berlin: 711-63-57
Telefon: + 49 (030) 711 63 57

So sieht ein Kaninchen aus, wenn es von einem Laien kastriert wurde. Das arme Tier wurde - wie ich mittlerweile herausgefunden habe - von einem Fischer seiner Männlichkeit beraubt. Wahrscheinlich sogar noch ohne Narkose. Vorgestern wurde es mir gebracht. Es gelang zunächst die Blutungen zu stillen. Doch vergeblich, der junge Rammler Tier bekam heute Nacht eine Nachblutung und ist trotz nächtlicher Not-OP verblutet.
Als aktive Tierschützerin habe ich beim Amtstierarzt und der Polizei Anzeige erstattet. Ich wollte ein dingfestes Gutachten und habe deshalb mit dem Chef-Pathologen konferiert. Der Kadaver mußte heute bis 11 Uhr zur Sektion auf dem zuständigen Tisch sein. Dank der Freundlichkeit eines Patienten, der das tote Tier extra nach Zehlendorf gefahren hat, hat es auch geklappt. Mittlerweile liegt mein Aussageprotokoll den Behörden vor, der Rest bleibt abzuwarten.